An meinem Grab wein´ nicht um mich,
der hier schläft, das bin nicht ich.

Ich bin der Wind, der Dich umbrist,
ich bin die See, die Dich umfließt.
Ich bin der warme Sonnensegen,
ich bin der sanfte Morgenregen,
wenn Du erwachst zu früher Stunde.
Ich bin der Vogel in kreisender Runde
auf Schwingen gleitend in würdiger Macht.
Ich bin der Sternenglanz der Nacht.

Drum steh´ nicht weinend hier, denn sieh´,
ich bin nicht hier, ich sterbe nie.


Inschrift auf dem Grabstein eines Seemanns in Singapur.
Mit diesen Worten tröstete der Kapitän Ulrich Ney(†) bei Seebestattungen die Angehörigen der Verstorbenen.

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